Atemschutz

Ein ausgebildeter Atemschutzgeräteträger muss regelmäßig fortgebildet und medizinisch untersucht werden. So ist in der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 7 u.a. eine jährliche Fortbildung mit Übung in einer Atemschutzübungsstrecke vorgeschrieben.


Ziel der jährlichen Fortbildung ist es, die Befähigung zum Einsatz unter Atemschutz zu erhalten und die körperliche Belastbarkeit zu überprüfen. Im Rahmen der jährlichen Fortbildung müssen neben der theoretischen Unterweisung mindestens zwei Übungen innerhalb von zwölf Monaten durchgeführt werden. Bei der Belastungsübung muss die in den Vorschriften geforderte Gesamtarbeit erbracht werden. Wird das Ausbildungsziel auch bei einer Wiederholung nicht erreicht, muss der Atemschutzgeräteträger eine arbeitsmedizinische Untersuchung durchführen lassen. Die zweite Übung soll unter Einsatzbedingungen in einem dafür geeigneten Objekt durchgeführt werden; dies kann auch eine Atemschutz-Übungsanlage oder eine gleichwertige Anlage (z.B. Brandübungsanlage) sein. Die Einsatzübung muss bestimmte Ausbildungsinhalte der FwDV 7 enthalten. Diese Einsatzübung kann bei Einsatzkräften entfallen, die in entsprechender Art und Umfang unter Atemschutz im Einsatz waren.

Wer die erforderlichen Übungen nicht innerhalb von zwölf Monaten ableistet, darf grundsätzlich bis zum Erbringen der vorgeschriebenen Übungen die Funktion Atemschutzgeräteträger nicht wahrnehmen.


Jede Einsatzkraft muss einen persönlichen Atemschutznachweis führen; der Atemschutznachweis kann auch zentral geführt werden. In ihm werden die Untersuchungstermine nach G 26.3, absolvierte Aus- und Fortbildung und die Unterweisungen sowie die Einsätze unter Atemschutz dokumentiert. Der Leiter der Feuerwehr oder eine beauftragte Person bestätigt die Richtigkeit der Angaben.

Ausbildung

Die Feuerwehr Geilenkirchen nahm im vergangen Monat an einer Ausbildungsveranstaltungen in den Niederlanden teil.


Das Ausbildungsziel für die Feuerwehr Geilenkirchen war das absuchen von Gebäuden bei einer Menschenrettung sowie die zusammen Arbeit in den Trupps.

Das Übungsgelände der Regionalen Brandweer in Margraten dient als Ausbildungszentrum für die Brandweer Parkstad Limburg. Für die Feuerwehr Geilenkirchen war es möglich an einem Übungstermin im Brandhaus sowie deren Atemschutzstrecke teilzunehmen.

 

 

Da das Brandhaus über mehrere Brandräume verfügt, konnten die Übungsszenarien sehr flexibel gestaltet werden. Die hohen Temperaturen hatten auch zur folge das die physische Belastung für die Übungsteilnehmer sehr hoch war. Das suchen nach vermissten Personen unter realitätsnahen Bedingungen konnte so effektiv geübt werden.


In der Atemschutzstrecke konnte die geforderte Belastungsübung absolviert werden. Sowie mehrere taktische Szenarien besprochen werden. Hier wurde auch darauf geachtet wie die Kommunikation innerhalb der Trupps war und anschließend besprochen.

Auch die Atemschutzüberwachung wurde an diesem Tag geübt.

Eine Atemschutzüberwachung dient bei Einsätzen und Übungen dazu, die Atemschutzgeräteträger, die sich außerhalb des Sichtbereichs des Einheitsführers befinden, zu überwachen. Diese Aufgabe kann lebenswichtig für die Träger sein, denn eine funktionierende Atemschutzüberwachung macht es möglich, den genauen Standort, Aufgabe, Zugang usw. festzuhalten, um eine schnelle Hilfe zu dem verunglückten Atemschutztrupp zu schicken

Dort werden die Namen, der Auftrag, der Einsatzbereich (z.B. Keller von Haus Nr. 7b), der Zugang z.B. (Außenkellertreppe), der Anfangsdruck der Flasche und reelle Uhrzeit auf dem Erfassungsbogen der Tafel notiert. Die Namensschilder werden an den Kletts der Fireflyschlüssel gehängt und in der Tafel gesteckt, sodass der Überwacher immer sieht, dass der Trupp noch nicht zurück ist.

Durch ständigen Funkkontakt zwischen Atemschutztrupp und Atemschutzüberwachung sind diese und der Einheitsführer immer über den aktuellen Standort, Tätigkeit und Flaschenfülldruck informiert.

Bricht die Funkverbindung ab, wir sofort ein Sicherungstrupp hinterher geschickt um der Ursache auf den Grund zu gehen und den ggf. verunglückten Trupp zu retten.

Bilder Atemschutzübung Margraten 2012

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